ChatGPT richtig fragen
Die Qualität deiner Antwort hängt direkt von der Qualität deiner Frage ab. Wer vage fragt, bekommt vage zurück. Diese fünf Methoden helfen dir einen Prompt zu bauen, der ChatGPT die Infos gibt, welche er benötigt.
— Wieso es zur Antwort 42 kam
In Per Anhalter durch die Galaxis verbrachten zwei Mäuse namens Frankie und Benjy Jahrmillionen damit, die Antwort auf die ultimative Frage zu finden. Die Antwort war 42. Das Problem: Sie wussten nie wirklich, wie die Frage genau lautete.
Mit ChatGPT ist es genauso. Auf vage Fragen folgen vage Antworten. Nicht, weil der Klumpen schlecht ist, sondern weil er nimmt, was er bekommt und daraus das Wahrscheinlichste ableitet. Aus seinen Trainingsdaten, die er hat. Gibst du ihm wenig, rät er aus diesen Traingsdaten und sein Raten ist der Durchschnitt von allem, was die Menschheit je geschrieben hat.
Das ist meistens nicht das, was du willst. Denn du willst was eigenes, kreatives, individuelles.
01 Das Ziel definieren
Bevor du einen Prompt schreibst, frag dich: Was soll am Ende existieren?
Ein Flyer? Dann weisst du sofort was rein muss – Format, Zielgruppe, Zweck, Corporate Design, ob er für Kunden, interne Kommunikation oder ein Kleinprojekt gedacht ist.
Ein Social-Media-Post? Dann weisst du: Plattform, Ton, Länge, was du beim Leser auslösen willst.
Wer zuerst das Ziel definiert und dann den Prompt baut, liefert dem Klumpen einen Rahmen statt eine offene Frage. Der Unterschied im Output ist sofort spürbar.
02 Rolle zuweisen
«Du bist ein Experte» ist wertlos. Wofür? Seit wann? Mit welchem Fokus?
«Du bist erfahrener Social-Media-Manager, spezialisiert auf deutschsprachige KMUs, mit Fokus auf organische Reichweite und Community-Aufbau.»
Das ist eine Rolle. Das gibt dem Klumpen eine Perspektive aus der er antwortet – und nicht den Durchschnitt aller Social-Media-Meinungen die je im Internet standen. Je präziser die Rolle, desto gezielter der Output.
03 Negativ-Definitionen nutzen
Was soll es NICHT sein? Das ist genauso wichtig wie was es sein soll.
Ich nutze das bewusst und konsequent. Die Abgrenzung schärft den Klumpen genauso wie die positive Beschreibung. Manchmal sogar mehr. ChatGPT hat Muster eintrainiert die er bevorzugt. Wenn du das nicht willst, musst du es explizit sagen.
04 Beispiele liefern statt erklären
«Im Stil von [Beispieltext]» schlägt jede stilistische Beschreibung.
05 Iteriere, aber strukturiert
Kein Prompt ist beim ersten Mal perfekt. Das ist kein Problem, solange du strukturiert iterierst. Ich beobachte die Antwort. Wenn ich das Gefühl habe dass zu viel geraten und angenommen wird, präzisiere ich. Ich analysiere was fehlt oder falsch ist und benenne es konkret:
«Das ist zu allgemein. Geh tiefer auf Punkt drei ein, lass Punkt zwei weg, schreib aktiver.» nicht: «Kannst du das irgendwie besser machen?»
→ Die W-Fragen als Checkliste
Die klassische journalistische Methode funktioniert auch beim Prompting. Bevor du abschickst, check schnell durch
06 FAQs
Wie lang sollte ein guter Prompt sein?<br />
Was wenn ChatGPT trotzdem nicht liefert was ich will?
Muss ich jedes Mal alle W-Fragen beantworten?
Was ist der häufigste Fehler beim Prompting?
07 Den Klumpen formen – KI Wissensblog
Blog-Serie über das Wesen von ChatGPT und wie man ihn benutzt.